Papstwahl
Die Papstwahl 2005
Nach dem Tode Papst Joahnnes Paul II. wurde am 18.04.2005 das Konklave aller Kardinäle einberufen, um einen neuen Papst zu wählen.
In der Konklave stimmen alle Kardinäle in einer geheimen Wahl für einen Kandidaten aus den eigenen Reihen. Sie stimmen dabei völlig frei voneinander ab. Sie versuchen so den Willen Gottes zu erkunden.
Nach jedem Wahlgang werden die Stimmen ausgezählt. Sobald ein Kandidat eine Zwei-Drittel-Mehrheit erhält ist er der neue Papst. Dies wird bis zu einem möglichen 30. Wahlgang durchgeführt. Ab dann reicht eine einfache Mehrheit. Das Ergebnis der Wahl wir dem Volk dann durch die Verbrennung der Wahlzettel und Zusätzen mitgeteilt. Ist der Rauch schwarz so ist noch kein Ergebnis gefällt. Wenn der Rauch weiß ist wurde ein neuer Papst gefunden.
Die Wahl Joseph Ratzingers zu Papst Benedikt XVI.
Das Konklave war für etliche Menschen eine Geduldsprobe. Gleich beim ersten Wahldurchgang schien der Rauch über der Sixtinischen Kapelle weiß zu sein. Allerdings färbte er sich dann schnell schwarz.
Durch dieses Ereignis war man dann zwei Wahlgänge später vorsichtiger mit Jubelgeschrei, als gräulicher Rauch aufstieg. Sollte es weißer Rauch sein? Oder wird er schwarz?
Der Rauch wurde weiß. Das Konklave hatte einen neuen Papst gewählt. Doch die Welt hielt noch den Atem an.
Seit der letzten Reformation der "Wahlrgeln" war der Rauch nicht mehr vorgesehen als Zeichen. Endgültige Gewissheit konnte nur die Glocke des Peterdoms schaffen.
Doch die Glocke ließ auf sich warten. Als die Glocke anfing sich zu bewegen brandete der Jubel auf dem Petersplatz hoch.
Nach rund 26 Stunden hatte das Konklav sich auf einen Papst geeinigt. Dies ist verglichen mit anderen Wahlen eher eine kurze Zeit.
Danach hieß es:
Annuntio vobis gaudium magnum;
habemus Papam:
Eminentissimum ac Reverendissimum Dominum,
Dominum Josephum
Sanctae Romanae Ecclesiae Cardinalem Ratzinger
qui sibi nomen imposuit Benedictum XVI
Urbi et Orbi
Papst Benedikts XVI. erster Segen Urbi et Orbi:
Liebe Schwestern und Brüder!Nach einem großen Papst, Johannes Paul II., haben die Herrn Kardinäle mich gewählt, einen einfachen, unwürdigen Arbeiter im Weinberg des Herrn.
Mich tröstet die Tatsache, dass der Herr auch mit unzureichenden Instrumenten zu arbeiten und zu handeln versteht, und vor allem vertraue ich mich euren Gebeten an.
In der Freude des auferstandenen Herrn schreiten wir im Vertrauen auf seine beständige Hilfe voran. Der Herr möge uns helfen. Maria, seine heiligste Mutter, begleitet uns. Danke.